Wie gerne würde ich hier von Unbeschwertheit, Urlaub, Sonne, Strand und Mee(h)r berichten, aber it’s a bittersweet symphony.
Das erste Mal Husum mit Krümelchen, mit Amigo. Und gleichzeitig in dieser Konstellation das letzte Mal. Ich bin nach wie vor fassungs- und sprachlos.
Ich konnte Dir das erste Mal mein kleines Paradies an der Nordsee zeigen, und du sagtest, noch nichtmal 24 Stunden nach der Ankunft, dass du es doch verstehen kannst, warum ich Husum denn so liebe und wir doch gerne häufiger dort Urlaub machen könnten.
Und so machten wir die Stadt unsicher, ein Hoch darauf, dass alle touristischen Höhepunkte fußläufig erreichbar sind. Wir gingen durch die Innenstadt, durch den Schlosspark und genossen einfach das tolle Wetter, die gute Zeit miteinander und das wahrlich leckere Essen bei Wiesendanger, Drackseth und wie sie nicht alle heißen.
Absoluter magic moment dann am Dienstag Abend, wie wir zu Dritt dann in Sankt Peter-Ording im Sonnenuntergang am Strand spazieren waren und ausgelassen fröhlich und glücklich waren. Amigo mutierte zum Seehund, überwand seine Wasserscheu und rannte mit mir um die Wette.
Nicht der Hauch einer Ahnung, dass sich schon am nächsten Tag das Blatt wendete. Während wir dann bei den wahren Seehunden waren, … Nunja. Wir wissen beide, was dann geschah.
Geliebtes Krümelchen, beim Schreiben dieser Zeilen schießen mir schon wieder die Tränen in die Augen. Es tut mir so unfassbar leid für dich, dass wir deinen Hundegewuffgewuff an dem Ort, den ich als mein persönlliches Paradies auf Erden bezeichne, verloren haben.
Mir zerreißt es nach wie vor das Herz, dass wir in der Freitag Nacht dann nur zu Zweit heimfahren konnten. Wie gern ich all das einfach nur ungeschehen machen lassen würde. Während ich das schreibe, läuft gerade Bosse mit „Ich bereue nichts“, welch blanker Hohn. Ich bereue zutiefst.
Husum-Schobüll ist unwiederbringlich verbrannt. Husum an sich hoffentlich nicht. Aber das wird die Zeit zeigen. Noch tut es verdammt weh. Mehr, als ich mir eingestehe.